Enclosure: Spider Farmer Grow Tent (70x70x160) – Review
Verarbeitung & Reflexion: Das Zelt überzeugt durch eine sehr hochwertige Materialstärke. Die Mylar-Innenbeschichtung ist hochreflektiv, was bei meiner extrem buschigen Pflanze mit 55 cm Höhe geholfen hat, das Licht der SF1000 auch in die tieferen Blattetagen zu werfen. Die Reißverschlüsse sind massiv, laufen flüssig und halten absolut dicht.
Stabilität: Das Gestänge ist sehr stabil. Es trägt problemlos die Lampe, den schweren Aktivkohlefilter und das SCROG-Netz, ohne sich zu verformen. Die Montage war einfach und die Passform des Stoffs auf dem Rahmen ist perfekt.
Klima-Isolation: Das Zelt isoliert das Mikroklima hervorragend. Besonders jetzt in der Trocknungsphase hilft es dabei, die Temperatur stabil unter 20°C zu halten.
Kritikpunkt 1: Sondermaß 70x70 (Zubehör-Problematik)
Ein oft unterschätzter Nachteil ist das Maß von 70x70 cm. Da dies kein konventionelles Standardmaß in der Grow-Welt ist, gestaltet sich die Suche nach passendem Zubehör extrem schwierig:
Ersatzteile/Erweiterungen: Es ist fast unmöglich, passende Stabilisierungsstangen (Space Booster) oder exakt sitzende SCROG-Netze von Drittanbietern zu finden.
Kompromisse: Man muss oft auf universelle Netze ausweichen, die dann entweder zu locker sitzen oder mühsam zurechtgeschnitten werden müssen. Wer dieses Zelt kauft, sollte sich bewusst sein, dass er bei Zubehör wenig Auswahl hat.
Kritikpunkt 2: Fehlende Lichtfalle bei der Zuluft
Die passiven Zuluft-Öffnungen sind nicht lichtdicht. Durch die Mesh-Gitter tritt im Betrieb massiv Licht nach außen aus, was besonders in Wohnräumen störend ist. Umgekehrt ist das Risiko von Störlicht während der Dunkelphase zu hoch.
Meine Lösung: Ich musste eine DIY-Lichtfalle aus Karton konstruieren, um das Zelt wirklich 100% lichtdicht zu bekommen. Hier sollte Spider Farmer ab Werk eine bessere Lösung (z. B. Labyrinth-Einsätze) anbieten.