Woche 23 â BlĂŒtewoche 8 | Laughing Buddha
Diese Woche hat die Buddha endgĂŒltig beschlossen, dass sie nicht einfach nur fertig werden will â sie will eskalieren. đ
Nach den Problemen der letzten Wochen hat sie sich inzwischen wirklich erstaunlich gut gefangen. Klar, die Spuren sind noch deutlich zu sehen: gelbe BlĂ€tter, Flecken und teilweise ziemlich hĂ€ssliche Stellen gehören mittlerweile einfach zum Gesamtbild. Aber wenn ich mir die Pflanze als Ganzes anschaue, sieht das inzwischen ganz anders aus. Die BlĂ€tter stehen ordentlich, die Buddha wirkt fit und ich habe sogar das GefĂŒhl, dass wieder ein kleines bisschen mehr GrĂŒn ins Canopy gekommen ist.
Vor allem aber interessiert sie sich offenbar herzlich wenig dafĂŒr, wie ihre BlĂ€tter aussehen â die BlĂŒten marschieren einfach weiter. đ
Und was da mittlerweile im Netz steht, macht richtig SpaĂ. Die Buds sehen auf den Bildern schon kompakt aus, aber wenn man sie anfasst, merkt man erst, was Sache ist: Die Dinger sind knĂŒppelhart. Genau diese Art BlĂŒten, bei denen ich mir vorstellen kann, dass man sie nach dem Trocknen aufbricht und innen praktisch nur noch eine zusammenhĂ€ngende grĂŒne Masse aus Kelchen vor sich hat. Dazu kommt mittlerweile eine richtig heftige Schicht Harz.
Auch die GleichmĂ€Ăigkeit gefĂ€llt mir immer besser. NatĂŒrlich ist nicht jeder Headbud exakt gleich groĂ, aber im Durchschnitt sind sich die ganzen Speere erstaunlich Ă€hnlich. Und dabei sieht man von oben noch nicht einmal alles â weiter unten an den Trieben hĂ€ngt ebenfalls noch ein ganzer Arsch voll BlĂŒtenmaterial. đ
Das dritte Netz, das bisher hauptsĂ€chlich auf seinen groĂen Auftritt gewartet hat, dĂŒrfte deshalb in den nĂ€chsten Wochen endlich richtig Arbeit bekommen. Genau dafĂŒr habe ich es eingebaut: Wenn die Buds jetzt noch weiter anschwellen und schwerer werden, soll es verhindern, dass mir die Speere irgendwann umkippen.
Beim GieĂen merkt man ebenfalls, was fĂŒr ein Monster da mittlerweile steht. Diese Woche hat sie das Wasser teilweise so schnell weggezogen, dass der obere Bodensensor schon wenige Stunden spĂ€ter wieder bei etwa 15 % angekommen war. Heute Morgen gab es deshalb ungefĂ€hr 7 Liter statt der zuletzt ĂŒblichen kleineren Menge.
Aktuell fahre ich mit Hesi weiter:
* 4 ml Hesi CalMag
* 50 ml Hesi BlĂŒh-Komplex
* 25 ml Hesi Phosphor Plus
* auf 10 Liter Wasser
* bei jedem 2. gieĂen im Wechsel mit klarem Wasser.
Die Bodensensoren lagen heute nach dem GieĂen bei 61,6 % oben und 53,6 % unten, der gemessene Boden-EC bei 0,43 bzw. 0,38 mS/cm. Die Kurven der letzten Tage zeigen ziemlich schön, wie schnell sie den Topf wieder leerzieht.
Auch das Klima war diese Woche grundsĂ€tzlich ordentlich. Die Temperatur bewegte sich ungefĂ€hr zwischen 19 und 26,5 °C, die Luftfeuchtigkeit ĂŒberwiegend im Bereich von etwa 40â69 %. Der VPD schwankte entsprechend ungefĂ€hr zwischen 0,8 und 2,0 kPa. Gerade mit den mittlerweile sehr dichten BlĂŒten möchte ich jetzt ordentlich Bewegung im Canopy haben. Deshalb steht seit heute zusĂ€tzlich ein groĂer Standventilator vor der FlĂ€che. Er blĂ€st nicht permanent direkt auf die Buddha, sondern schwenkt ĂŒber das komplette BlĂŒtendach.
Beim Licht gibt es dagegen keine Experimente mehr. Am Sensor liegen wĂ€hrend der Beleuchtungsphase ziemlich konstant etwa 918 ”mol/mÂČ/s PPFD an. Bei 12 Stunden Licht entspricht das rechnerisch einem DLI von rund 39,7 mol/mÂČ/Tag. Da darf sie jetzt noch ein paar Wochen ordentlich Masse bauen. đ
Und genau danach sieht es momentan aus. Wenn ich von ungefĂ€hr 11â12 BlĂŒtewochen ausgehe, liegen noch etwa 3â4 Wochen vor ihr. Genug Zeit also, damit aus den jetzigen Speeren noch richtige Keulen werden.
FĂŒr das Video habe ich diesmal auĂerdem den Zeitraffer der vergangenen zwei Wochen eingebaut. Der lĂ€uft bewusst ziemlich schnell, damit man die Entwicklung auch wirklich erkennt. Dazu ein paar Einzelbilder, aktuelle Aufnahmen durchs Canopy und ein bisschen Musik passend auf die Schnitte gelegt.
Nach dem ganzen Ărger zwischendurch macht dieser Grow gerade wieder richtig Laune. Und morgens, wenige Minuten nachdem das Licht angegangen ist, kommt mittlerweile noch der Geruch dazu: einfach nur lecker.
Jetzt heiĂt es fĂŒr die Buddha eigentlich nur noch:
Weiter fressen. Weiter trinken. Weiter anschwellen.
Und das dritte Netz darf sich langsam darauf vorbereiten, endlich seinen Job zu machen. đ