Woche 17 | Blütewoche 1 – Der Stretch ist eröffnet!
Mit dem Wechsel auf 12/12 ist die Laughing Buddha sofort in den Stretch gestartet und hat keine Zeit verschwendet. Innerhalb der ersten Blütewoche legte sie bereits 16 cm an Höhe zu. Ehrlich gesagt hätte ich mit einem so schnellen Start nicht gerechnet. Das dritte SCROG-Netz hängt inzwischen an seinem Platz und war genau zur richtigen Zeit bereit. Aktuell fehlen den meisten Spitzen nur noch etwa 5–10 cm, bis sie das Netz erreichen. Genau so hatte ich mir den Ablauf vorgestellt.
Diese Woche habe ich außerdem mein Bewässerungskonzept komplett umgestellt. Statt alle paar Tage große Mengen Wasser zu geben, bekommt die Buddha jetzt täglich etwa 5 Liter. Der Hintergrund ist einfach: Ich möchte den lebenden Bio-Boden möglichst konstant leicht feucht halten, damit die Mikroorganismen dauerhaft arbeiten können und die Nährstoffe kontinuierlich verfügbar bleiben. Bisher gefällt mir das Ergebnis richtig gut.
Besonders spannend sind dabei meine Bodensensoren. Einer der beiden Sensoren lag über Wochen selbst nach einer Gabe von 10 Litern meist nur bei 8–11 %. Seit der Umstellung auf kleinere, häufigere Wassergaben reagiert dieser Bereich plötzlich deutlich stärker und erreicht nach dem Gießen inzwischen Werte von fast 50 %. Für mich ist das ein klares Zeichen, dass der komplette 40-Liter-Wurzelballen mittlerweile aktiv arbeitet und das Wasser gleichmäßiger verteilt wird. Genau deshalb macht es so viel Spaß, diese Sensoren über längere Zeit zu beobachten – man erkennt Entwicklungen, die man von außen niemals sehen würde.
Passend dazu steigt jetzt auch der Wasserverbrauch spürbar an. Mit Beginn des Stretchs zieht die Pflanze täglich deutlich mehr Wasser aus dem Substrat. Die Sensorverläufe werden von Tag zu Tag steiler, gleichzeitig bleiben die Kurven aber schön gleichmäßig. Genau dieses Verhalten hatte ich mir von der neuen Gießstrategie erhofft.
Auch das Klima läuft momentan richtig stabil. Die Lampe wird aktuell nicht über Prozentwerte, sondern über den Abstand zum Blätterdach gesteuert. Mit rund 720 PPFD, etwa 24 °C und einem VPD um 1,4 kPa fühlt sich die Buddha offensichtlich sehr wohl. Den PPFD-Sensor passe ich alle paar Tage an die Höhe der obersten Triebe an, damit die Lichtintensität während des Stretchs möglichst konstant bleibt. Diese Methode gefällt mir inzwischen deutlich besser als eine reine Leistungssteuerung.
Der Stamm entwickelt sich inzwischen zu einem echten Monster. Erst mit einem Feuerzeug oder meiner kleinen Buddha-Figur daneben wird deutlich, wie massiv das Grundgerüst geworden ist. Unter dem Blätterdach herrscht nach dem Lollipopping weiterhin viel Platz und Luft, während sich oberhalb des Netzes eine nahezu geschlossene, gleichmäßige Krone entwickelt hat. Genau das war das Ziel der langen Vegetationsphase.
Mein persönliches Highlight dieser Woche ist allerdings der Zeitraffer. Die komplette erste Stretchwoche wurde aufgezeichnet und zum ersten Mal sieht man richtig, wie sich das gesamte Blätterdach Tag für Tag anhebt. Im Alltag fallen ein oder zwei Zentimeter kaum auf – im Zeitraffer wirkt es dagegen, als würde die Pflanze ständig in Bewegung sein. Genau auf diesen Moment habe ich mich seit dem Flip gefreut.
Jetzt beginnt die richtig spannende Phase. Wenn die Laughing Buddha dieses Tempo beibehält, wird sie das dritte Netz schon sehr bald erreichen. Ich bin unglaublich gespannt, wie viel Stretch in den nächsten zwei Wochen noch dazukommt. Das Fundament steht jedenfalls – jetzt darf sie zeigen, was wirklich in ihr steckt.