Der Grow der Pineapple Pulse von Original Sensible Seeds ist nach insgesamt 80 Tagen erfolgreich abgeschlossen. Mit einem Nassgewicht von 463 Gramm bin ich mit der Gesamtausbeute unter den gegebenen Bedingungen zufrieden. Die Pflanze zeigte eine ordentliche Vitalität, auch wenn der Verlauf durch diverse Anpassungen am Düngerschema und temperaturbedingte Herausforderungen in der späten Blütephase geprägt war. Der Strain hat sich als robust erwiesen, verlangte aber nach einer präzisen Handhabung bei der Nährstoffzufuhr.
Der Wachstumsverlauf war in der frühen Phase unauffällig. Die Vegetation verlief stabil, und das Topping in der zweiten Woche wurde gut toleriert. Mit dem Übergang in die Blüte stieg die Pflanze zügig in die Höhe. Kritisch wurde es in der zweiten Blütewoche: Mit dem für mich neuen Dünger entwickelte die Pflanze deutliche Anzeichen eines Stickstoffüberschusses. Der N-Burn war ein klares Warnsignal. Durch eine schnelle Anpassung der Nährstofflösung konnte ich das Blatt wenden, bevor es zu größeren Schäden am Blattwerk kam.
️ Eine Herausforderung stellte das Klima in den Wochen vier bis acht dar. Die Temperaturen kletterten zeitweise auf knapp 30 Grad, was den VPD-Wert in einen Bereich trieb, der die Pflanze stresste. Ich musste hier mit einer angepassten Bewässerung und der konsequenten Reduktion einzelner Komponenten gegensteuern. Auch die ständigen Abweichungen vom herstellerseitigen Düngerschema zeigten, dass die Pineapple Pulse sehr empfindlich auf die Konzentration reagiert – besonders der Verzicht auf diverse Additive in der Endphase war eine bewusste Entscheidung, um die Nährstoffaufnahme in der finalen Reife nicht unnötig zu komplizieren.
️ Das Training, bestehend aus Topping, LST und gezieltem Lollipopping, hat sich definitiv ausgezahlt. Die Lichtverteilung war durch das Auseinanderziehen der Triebe in der Blütephase effizient, was die PPFD-Werte von bis zu 760 µmol optimal nutzbar machte. Die späte Phase verlief ohne weitere Probleme, auch wenn die Hitze im Zelt das Management der Nährlösung erschwerte. Das Blattspray mit Revive in Woche drei war eine gute Rettungsmaßnahme, um die Pflanze nach dem Stress wieder in die Spur zu bringen.
Zusammenfassend war dieser Run eine Lektion in Sachen Nährstoffmanagement. Das Ergebnis von 463 Gramm Nassgewicht ist solide, aber das Potenzial der Genetik wurde durch die Stickstoffprobleme in der frühen Blüte sicher leicht gedrückt.
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19d ago
























