Woche 12 | Laughing Buddha | Der Umzug ins Hobbit-Megaprojekt
Diese Woche stand ein Meilenstein an.
Die Autos sind geerntet und gecurt, die Gorilla 720W hängt endlich an ihrem Platz und die Laughing Buddha durfte in ihr neues Zuhause umziehen.
Und was soll ich sagen?
Sie scheint den Umzug nicht nur gut verkraftet zu haben…
…sie scheint darauf gewartet zu haben. 😅
Das neue Zuhause
In den letzten Tagen wurde der große Growbereich aufgebaut.
* 120 × 120 cm SCROG-Fläche
* Zwei Netze (später zur Blüte sogar drei)
* Gorilla 720W LED Gen II
* Controller mit Sensorik
* Klimaanlage
* Luftbefeuchter
* Mehrere Umluftventilatoren
Auf den ersten Blick wirkt das Setup fast absurd groß für eine einzelne Pflanze.
Als die Buddha frisch eingezogen war, wirkte das Netz riesig und die Pflanze fast verloren.
Keine 24 Stunden später sah die Sache schon ganz anders aus.
Test der “Billig-Lampe”
Bevor die Laughing Buddha endgültig ihren Platz bekam, wurde noch eine günstige LED getestet.
Das Ergebnis war überraschend positiv.
Für eine preiswerte Lampe lieferte sie deutlich mehr Licht als erwartet und könnte für Anzucht, Stecklinge oder kleine Projekte durchaus interessant sein.
Trotzdem wurde schnell klar:
Für dieses Projekt spielt die Gorilla in einer ganz anderen Liga.
Der Unterschied in der Lichtverteilung ist enorm.
Erste Messungen mit der Gorilla 720W
Natürlich musste die neue Lampe ausführlich getestet werden.
Aktuell läuft die Gorilla auf:
* 50 % Leistung
* 50 cm Abstand
Gemessen wurden dabei rund:
374 PPFD
Das klingt zunächst wenig für eine 720W-Lampe.
Man darf aber nicht vergessen:
Die Fläche ist riesig und die Pflanze befindet sich noch mitten in der Vegetationsphase.
Der Vorteil liegt aktuell nicht in maximaler Intensität, sondern in der unglaublich gleichmäßigen Ausleuchtung.
Die Buddha bekommt jetzt Licht auf die komplette Krone statt nur auf die obersten Spitzen.
Klima läuft erstaunlich stabil
Die ersten 24 Stunden nach dem Umzug wurden genau beobachtet.
Temperatur:
* Nacht: etwa 21–22 °C
* Tag: etwa 23–24 °C
Luftfeuchtigkeit:
* meist zwischen 60–65 %
VPD:
* überwiegend zwischen 0,8 und 1,2 kPa
Genau der Bereich, den ich aktuell sehen möchte.
Besonders interessant:
Die stärksten Wachstumsschübe fielen genau in die Zeit, in der Temperatur, Luftfeuchtigkeit und VPD optimal zusammenarbeiteten.
Die Buddha scheint sich unter diesen Bedingungen ausgesprochen wohlzufühlen.
Die Reaktion der Pflanze
Und jetzt wird es verrückt.
Die Triebspitzen lagen nach dem Umzug vollständig unter dem Netz.
Nur etwa 24 Stunden später drückten sie bereits wieder nach oben.
Das Wachstum ist aktuell beeindruckend.
Die Krone wird breiter, dichter und gleichmäßiger.
Der Stamm hat mittlerweile eher die Dimension eines kleinen Baumes als die einer Zimmerpflanze.
Besonders erfreulich:
Die Mitte arbeitet genauso aktiv mit wie die äußeren Bereiche.
Genau das möchte man bei einem großen SCROG sehen.
Der Plan bis zum Urlaub
In zehn Tagen geht es für zehn Tage in den Urlaub.
Ursprünglich stand die Frage im Raum, ob die Buddha vorher noch in die Blüte geschickt werden soll.
Nach reiflicher Überlegung fiel die Entscheidung dagegen.
Der neue Plan:
* Weiter wachsen lassen
* Netz 1 füllen
* Etwa 10 cm Höhe gewinnen lassen
* Die Spitzen ins nächste Netz wachsen lassen
* Bis zum Urlaub weiter verteilen
Während des Urlaubs wird lediglich gegossen.
Nach der Rückkehr folgt:
* Große Bestandsaufnahme
* Triebe neu verteilen
* Alles auf eine Höhe bringen
* Unterhalb der Netze gründlich aufräumen
* Kurze Erholungsphase
Erst danach erfolgt der Wechsel auf 12/12.
Kontrolle statt Rekorde
Ursprünglich stand die Idee im Raum, etwa 72 Tops unter den 720 Watt zu platzieren.
Das bleibt weiterhin ein spannendes Ziel.
Allerdings wird die Kontrolle über das Blätterdach wichtiger genommen als eine möglichst hohe Anzahl an Trieben.
Lieber 50 bis 60 perfekt positionierte Speere als ein völlig überfülltes Netz.
Alles, was später nicht sauber ins Konzept passt, wird konsequent entfernt.
Am Ende zählt nicht die Anzahl der Triebe, sondern die Qualität des Canopys.
Fazit der Woche
Diese Woche hat gezeigt, welches Potenzial in dieser Pflanze steckt.
Der Umzug verlief problemlos.
Die Gorilla liefert exakt das, was ich mir erhofft hatte.
Das Klima arbeitet stabil.
Und die Laughing Buddha scheint gerade erst richtig in Fahrt zu kommen.
Noch steht sie mitten in der Vegetationsphase.
Noch laufen lediglich 50 % Lampenleistung.
Noch ist nicht einmal das erste Netz vollständig gefüllt.
Aber zum ersten Mal habe ich das Gefühl, dass dieses Projekt etwas ganz Besonderes werden könnte.
Die nächsten Wochen werden zeigen, wie weit die Buddha dieses Netz tatsächlich erobern möchte.
Eines steht fest:
Langweilig wird es definitiv nicht. 😎