Woche 19 – Blütewoche 4
Diese Woche war weniger spektakulär als die letzten – zumindest wenn man meinen Zeitraffer fragt. 😅
Der Stretch scheint nun endgültig abgeschlossen zu sein. Im Vergleich zu den vergangenen Wochen bewegt sich das Blätterdach kaum noch nach oben. Stattdessen beginnt die Laughing Buddha sichtbar damit, ihre Energie in die Blüten zu stecken.
Die einzelnen Budsites werden kompakter, die Blütenstände verbinden sich zunehmend entlang der Triebe und die Harzproduktion nimmt ordentlich Fahrt auf. Gerade auf den Sugar Leaves ist mittlerweile schon eine schöne Schicht Trichome zu sehen. Für Blütewoche 4 kann ich mich über die Entwicklung der Buds definitiv nicht beschweren.
Ganz zufrieden war ich diese Woche trotzdem nicht.
Das Sorgenkind: die Blattfarbe
Bereits in der letzten Zeit wurde das Laub zunehmend heller. Einige ältere Fächer zeigen inzwischen deutliche Chlorosen und teilweise kleine braune bzw. nekrotische Stellen.
Anfangs hatte ich vor allem die Nährstoffversorgung im Verdacht. Rückblickend habe ich aber wahrscheinlich selbst einen Teil zu dem Problem beigetragen.
Also wurde diese Woche nicht einfach blind weitergedüngt, sondern erstmal genauer hingeschaut.
Ich habe meinen pH-Pen neu kalibriert und anschließend Wasser und Erde überprüft. Mein Leitungswasser liegt ungefähr bei pH 7,7 und ist ziemlich hart. Zusätzlich habe ich eine Bodenprobe angesetzt, um besser einschätzen zu können, was tatsächlich im Substrat passiert.
Auch beim Enhancer musste ich feststellen, dass ich ihn bisher nicht ganz so eingesetzt hatte, wie ursprünglich vorgesehen. Dazu kamen zeitweise ziemlich hohe Lichtintensitäten und durch die heißen Tage teilweise entsprechend hohe VPD-Werte.
Kurz gesagt: Wahrscheinlich war es nicht der eine große Fehler, sondern mehrere kleine Faktoren gleichzeitig.
Und ja – auch solche Sachen gehören für mich in ein Grow-Tagebuch. Fehler passieren. Entscheidend ist, sie zu erkennen und daraus zu lernen.
Mäh sin hier ja nit bi Wünsch dir Watt. 🤣
💡 Licht & Klima
Bei der Beleuchtung habe ich diese Woche ebenfalls nachjustiert.
Die Gorilla hängt jetzt ungefähr 50 cm über dem Canopy und läuft bei 91 %. Am Sensor kommen damit rund 890 PPFD an.
Damit bin ich wieder ziemlich genau in dem Bereich, den ich für die weitere Blüte haben möchte, ohne der Buddha unnötig noch mehr Stress aufzudrücken.
Die heißen Augusttage haben die Klimaanlage ordentlich beschäftigt. Zeitweise ging die Temperatur deutlich nach oben und damit auch der VPD. An den gemäßigteren Tagen ließ sich das Klima dagegen wesentlich besser kontrollieren.
Fütterung & Bewässerung
Zum Übergang in BW4 bekam die Buddha wie geplant ihren Green House Feeding BioBloom Topdress. Anschließend wurde mit Enhancer gegossen.
Danach hieß es erstmal: beobachten.
Ich möchte jetzt nicht den Fehler machen, wegen der hellen Blätter ständig weitere Änderungen vorzunehmen. Bereits geschädigte Blätter werden ohnehin nicht plötzlich wieder dunkelgrün. Viel interessanter ist, ob sich das Schadbild weiter ausbreitet oder nach den vorgenommenen Änderungen stabilisiert.
Auch die beiden Bodensensoren waren diese Woche wieder ziemlich hilfreich. Man sieht mittlerweile sehr schön, wie schnell die Pflanze ihren 45 Liter Topf leerzieht. Am heutigen Gießtag konnte man anschließend sogar unmittelbar verfolgen, wie die Bodenfeuchtigkeit nach oben sprang und sich das Wasser anschließend im Substrat verteilte.
🌸 Blütenentwicklung
Und während ich mir über irgendwelche gelben Blätter den Kopf zerbreche, scheint die Buddha selbst davon relativ wenig beeindruckt zu sein. 😅
Die Blütenentwicklung läuft weiter.
Viele Tops tragen mittlerweile klar ausgebildete Colas, die Buds werden zunehmend dichter und vor allem die Harzproduktion gefällt mir ausgesprochen gut. Gleichzeitig stehen noch Unmengen frischer weißer Pistillen heraus.
Da ist also noch sehr, sehr viel Luft nach oben.
Der Unterschied zwischen Pflanzen- und Blütenbild ist momentan fast schon absurd: Einige Fächer sehen aus, als wollten sie mir unbedingt mitteilen, dass etwas nicht stimmt – und direkt daneben sitzt ein komplett bereifter Bud und sagt:
„Keine Ahnung, was dein Problem ist.“ 🤣
🎥 Zeitraffer der Woche
Nach dem Stretch der letzten Wochen hatte ich diesmal mit einem spektakulären Zeitraffer gerechnet.
Tja.
Absolut unspektakulär. 🤣
Aber beim direkten Vergleich zwischen Anfang und Ende erkennt man trotzdem die entscheidende Veränderung: Die Höhe bleibt nahezu konstant, während die Blüten langsam an Volumen gewinnen.
Und eigentlich ist genau das die beste Nachricht dieser Woche.
Der Bau des Gerüsts ist beendet.
Jetzt darf sie fett werden. 😏🌳
📋 Fazit Blütewoche 4
Keine perfekte Woche – aber wahrscheinlich eine ziemlich wichtige.
Ich habe beim Licht nachjustiert, meine Wasser-/Bodensituation genauer untersucht, die Düngung aufgefrischt und dabei auch ein paar eigene Fehler bzw. mögliche Fehlentscheidungen gefunden.
Jetzt werde ich nicht hektisch weiter korrigieren, sondern der Pflanze erstmal Zeit geben zu reagieren.
Denn trotz der auffälligen Blattfarbe macht die Laughing Buddha genau das, was sie momentan machen soll:
Sie baut Blüten. Und davon verdammt viele. 😍
Auf in Blütewoche 5.