Einen wunderschönen guten Tag, liebe Grow-Community, und herzlich willkommen zur Woche 16 und damit BW 4 – Season Vol. 2 meines kleinen Outdoor-Projekts 2026.
Und das ganze Telleraufessen scheint doch Früchte zu tragen. Mit Temperaturen in den mittleren Zwanzigern, einer guten Portion Sonne und der Aussicht auf einen goldenen Herbst blicke ich mit großer Zuversicht auf das Ende dieser Saison. 😎Und nach dem Wetter-Desaster letztes und vorletztes Jahr muss ich doch sagen:
Verdient!!😝
Die Ladys sind nun durchweg in der „Massephase“ angekommen und entwickeln Stück für Stück ihre unterschiedlichen genetischen Traits.
Also allerhöchste Zeit für ein Mid-Flower-Geruchsupdate:
Ocean Storm (Emergen-C x Ocean Fruit) – Robin Hood Seeds:
Diese steht noch relativ am Anfang, aber Stand jetzt wird es ein fruchtiger Mix, welcher sich noch etwas genauer charakterisieren muss.
Medellin Fog 1:1 – Aficionado French Connection:
Hier muss ich sagen, wurde die Terp-Beschreibung wirklich gut getroffen. Ein angenehmes Vanillearoma (ähnlich wie bei einem Vanille-Zigarillo, nur ohne das Tabakaroma), gefolgt von einem dezenten Zitronen-Diesel-Abgang.
Peach and Gas S1 (OSG Peach Slush ’90 x Road Dawg) – Karma Genetics / El Sombrero Loko:
Da diese noch eher ein Spätzünder ist, lässt sich noch nicht genau sagen, in welche Richtung wir hier terp-technisch gehen. Ich bilde mir ganz dezente Pfirsicharomen ein, die komischerweise von einem alten Bekannten begleitet werden: Haze.
Strawberry Cookies (Thin Mint Cookies x Strawberry Cough F1) – Super Sativa Seed Club:
Und hier wurden meine Gebete doch glatt erhört! Definitiv ein Erdbeertraum, obwohl der Wuchs doch eher in die Cookie-Richtung geht.
Zoapaya (Zoap x Papayadawg) – Grounded Genetics:
Hier lassen die Terps noch etwas auf sich warten, aber es lassen sich bereits leichte seifige Aromen vernehmen.
Habibi (Zkittlez x Moroccan Peaches) – Purple City Genetics:
Hier kommen eher die marokkanischen Traits durch (erdig, hashig) und weniger die Zkittlez- oder gar Peach-Noten. Aber das kann sich ja noch ändern!
Blueberry Muffin (Razzleberry x Purple Panty Dropper) – Humboldt Seed Company:
Ein wahres Terp-Powerhouse! Ein stechend-frischer Blaubeergeruch, der einem direkt in die Nase steigt. Gefolgt von einer teigigen Note, die an frisches Hefegebäck erinnert.
Pink Guava F1 Fast Version (Pink Guava x Red Gorilla Girl XL Auto) – Sweet Seeds:
Ein tropischer Mix aus Guave und Orange.
Also ein großes Potpourri an Gerüchen, die von Tag zu Tag prägnanter werden. Ich bin wirklich mehr als gespannt auf den Outcome.
Aber die Damen wollen schließlich auch umgarnt werden, um ihre volle Pracht zu präsentieren.😇
Also ab in die Küche mit mir und den beim letzten Mal angeteaserten Seed Sprout Tea angesetzt. Dieser basiert, wie schon angekündigt, auf einem Rezept vom lieben Flo.
Das Ganze mal kurz heruntergebrochen:
Hierfür wurden zunächst Maiskörner für etwa 24 Stunden eingeweicht und anschließend 24–48 Stunden im Dunkeln angekeimt. Die Maiskeimlinge wurden danach in einem zweistufigen Verfahren zunächst bei ca. 50 °C und anschließend bei 65 °C für jeweils 20 Minuten erhitzt.
Im ursprünglichen Rezept werden 35 g Linsenkeimlinge, 20 g enzymaktives Gerstenmalz und ca. 25 g frische Maiskeimlinge mit 700 ml Wasser püriert und anschließend 20 Minuten stehen gelassen.
Allerdings hatte ich kein Malz mehr und die Brauerei meines Vertrauens konnte leider auch keines liefern. Also habe ich die Menge an Malz durch mehr Linsen ersetzt, um das Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis nicht in Schräglage zu bringen und dadurch nicht zu viel Stickstoff im Boden zu binden.
Das fertige Endprodukt kann dann entweder direkt mit 10 L Wasser verdünnt und sofort gegossen werden (700 ml auf 10 L Wasser). Oder man mischt 200 ml mit 100 ml melassestabilisiertem LAB, füllt das Ganze mit Wasser auf einen Liter auf und fermentiert es für ca. eine Woche.
Ich habe mich für Ersteres entschieden...
Durch das zweistufige Erhitzen der Keimlinge auf etwa 50 °C und 65 °C wird die Proteasen und Amylasen gezielt aktiviert . Diese spalten Proteine und Stärke teilweise in kleinere, wasserlösliche Verbindungen wie Peptide, Aminosäuren und Zucker auf, die den Bodenmikroorganismen leichter als Nährstoffquelle zur Verfügung stehen können.
Zu guter Letzt bekommen die Kleinen jede Woche ihre Wellnesskur in Form von 1,5 g Bittersalz auf 10 L Wasser (bei jedem Gießen). Das hat sich in den letzten Anwendungen bewährt und die Pflanzen stehen deutlich satter und vitaler da.
Einmal die Woche gibt es dann noch Siapton zur Unterstützung der Stresstoleranz (Kälte, Regen etc.). Dazu gesellen sich noch eine wöchentliche Gabe Humic Acid und ein Topdress Silikat. Letzteres sollte laut Hersteller nicht unbedingt mit anderen Nährstoffen in einer Nährlösung verabreicht werden, weswegen ich mich für die Topdress-Option entschieden habe.
Zu guter Letzt noch 10 ml auf 10 L meines WSC (Water Soluble Calcium), welches ich bei jedem Gießen verabreiche.
Zu guter, guter Letzt würde ich euch jetzt noch gerne stolz berichten, dass noch 1 ml/L von meinem schönen Bananen-FPJ hinzukommt. Dieser ist mir aber ein weiteres Mal gottlos weggeschimmelt. Keine Ahnung, was ich da immer falsch mache.😫
„You can’t win them all.“ 😅
Alright, das war's mal wieder für diese Woche. Ich bin wirklich unnormal hyped, wie das hier zu Ende gehen wird. Bis jetzt läuft es wirklich wie am Schnürchen.
Ich wünsche euch ein schönes, sonniges Wochenende und einen fantastischen Start in die nächste Woche!
Peace!