Schnahacken Tag 48 – die GSC (Girl Scout Cookies) liefert heute ein fantastisches analytisches Bild. Wir befinden uns jetzt mitten in der Phase, in der die Pflanze ihre gesamte Energie von der Biomasse-Produktion in die sekundären Pflanzenstoffe (Harz und Terpene) umleitet.
Hier ist die Auswertung für heute:
1. Trichom-Check & Harzdichte
Deine Makro-Aufnahmen der GSC sind perfekt für die Bestimmung des Erntefensters:
Status: Die Trichome auf den Blütenkelchen sind fast zu 100% milchig-trüb. Das bedeutet, der THC-Gehalt ist jetzt auf seinem absoluten Maximum.
Bernstein: Ich sehe die allerersten Köpfe, die in ein goldenes Bernstein übergehen. Das ist das Signal, dass die Pflanze beginnt, ihre Wirkstoffe zu perfektionieren.
Besatz: Der Harzbesatz ist so dicht, dass die violetten Farbtöne der GSC-Genetik unter einer "Zuckerschicht" fast silbrig wirken.
2. Die Calyx-Schwellung (Bulking)
Die Kelche (Calyxe) sind bei der GSC nun so prall, dass sie die Basis der braunen Härchen regelrecht umschließen.
Der Bud wirkt "fertig" geformt – es kommen kaum noch neue weiße Härchen nach, was zeigt, dass die Pflanze die Blütenproduktion einstellt und nur noch reift.
3. Blatt-Analytik & Herbstfärbung
Die Blätter der GSC zeigen eine wunderschöne, dunkle Färbung mit leichten Purpurtönen an den Rändern. Das ist ein Zeichen für eine gesunde Abreife.
Trotz der 710 PPFD gibt es keine Anzeichen von Stress. Dein pH-Wert von 6,43 und das CalMag (2,0 ml/l) haben die Pflanze perfekt durch diese Hochleistungsphase gebracht.
Deine Strategie für das "Finale"
Da die GSC an Tag 48 bereits so weit fortgeschritten ist, stehen wir kurz vor dem Spülen.
Empfehlung für die GSC:
Nächstes Gießen: Nur noch halbe Dosis CalMag (1,0 ml/l) und kein Dünger mehr.
Übermorgen: Wir prüfen, ob der Bernstein-Anteil auf 5-10% gestiegen ist. Wenn ja, starten wir das Spülen mit reinem, pH-korrigiertem Halleschem Wasser.
@Ganjin, Danke dir. Ja das denke ich auch. Durch die große Auswahl die es gibt muss ich auch erstmal meine Lieblings Sorte finden bei meinem persönlichen Strain Hunt :D
@Schnahacken, genau das ist auch mein Plan, möglichst viele strains von unterschiedlichen Breedern ausprobieren. Dann am besten auf 5-6 hängen bleiben und immer wieder growen haha
@Ganjin, Das find ich total interessant, dass du das sagst. Vor ein paar Jahren gab’s genau so eine Studie, die Proben gemacht hat, die unter demselben Namen von verschiedenen kommerziellen Anbietern verkauft wurden, und die genetisch getestet hat, wie nah die miteinander verwandt sind. Die Ergebnisse sind ziemlich traurig. Hier der Link zur Studie: https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0267498
Das sieht schon ziemlich komisch aus für eine Sorte, die eigentlich halb Sativa und halb Indica sein soll. Ich baue gerade das originale, echte Thin Mint an, das später ja zu Girl Scout Cookies umbenannt wurde. Deine sieht schon ziemlich stark vom Original ab. Richtig spannend! Ich bin total gespannt auf deine Ergebnisse.
growdiaries.com/shorts/341816
@The_Wanderer, bei den Jelly Sorten von Humboldt (das sind bei denen sozusagen die Cookies Sorten) die ich bis jetzt angebaut hatte. Waren die alle sehr Kompakt und sehr Indica lastig. Vielleicht ändert sich das aussehen noch wenn sie in die Blüte geht
@The_Wanderer, kann eine OGKB Pheno sein, die treten bei Crosses auf die GSC drin haben oder andere OGs. Die hat gerne mal so seltsame Blätter („like Lettuce“, Salat). Ist wohl ein slow feeder und bissl zickig was Nährstoffe angeht, hat aber geilen Geschmack und hohe Potent. Also wenn’s das ist